Auslauf von Lösungsmittel in Fürther Produktionsbetrieb

Am frühen Sonntagnachmittag, den 26.07.2020 wurde die Fürther Berufsfeuerwehr zu einem Lösungsmittelauslauf in einem Produktionsbetrieb im Fürther Stadtsüden alarmiert. In einer Fabrikhalle, die mit speziellen Schutzvorkehrungen versehen ist, war aus noch ungeklärter Ursache eine größere Menge Lösungsmittel ausgelaufen.
Es bestand keine Gefahr für die Umwelt und nach derzeitigem Stand kamen auch keine Betriebsangehörigen zu Schaden. Personal- und zweitaufwändig gestaltete sich das Aufnehmen und Umpumpen des ausgelaufenen Lösungsmittels unter schwerem Atemschutz. Vor Ort kamen deshalb auch die hinzualarmierten Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren Fürberg, Stadeln, Mannhof, Vach, Unterfarrnbach und Fürth-Stadtmitte zum Einsatz. Die Einheiten des ABC-Erkunders standen in Bereitstellung. Im Lauf des Einsatzes wurde Belüftungsgerät, sowie der Gerätewagen Atemschutz nachgefordert. Die unter Atemschutz eingesetzten Einsatzkräfte wurden regelmäßig ausgetauscht. Kurz vor 22.00 Uhr wurden die Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Am Montag, den 27.07.2020 werden die Aufräumarbeiten weitergeführt und absehbar abgeschlossen.

Pavillon stand in Flammen

Um kurz nach 10 Uhr wurde der Löschzug sowie das Tanklöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr zu einem Brand in die Würzburger Straße gerufen. Bereits auf der Anfahrt war eine Rauchentwicklung zu erkennen.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte an der Einsatzstelle wurde ein Pavillon, samt Inhalt in Flammen vorgefunden. Die Besatzung des 2. HLF, welches nur unweit der Einsatzstelle zum Übungstauchen unterwegs war, nahm den ersten Löschangriff vor und verhinderte einen Brandüberschlag auf die umliegende Vegetation. Eine im Feuer befindliche Propangasflasche welche sich einst im Pavillon befand musste vom Angriffstrupp gekühlt und aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Abschließend wurde das abgelöschte Brandgut mittels Dunghake auseinandergenommen und Nachlöscharbeiten durchgeführt.

Die Würzburger Straße war während der Löscharbeiten kurzzeitig für den Verkehr gesperrt werden. Warum das Pavillon in Brand geraten war, ist nicht bekannt. Personen wurden nicht verletzt.

Schwerer Verkehrsunfall – Mehrere Personen teils schwerverletzt

Am Sonntagmittag wurde der Rüstzug der Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Stadeln zu einem schweren Verkehrsunfall in die Stadelner Hauptstraße alarmiert. Auf der Verbindungsstraße zwischen Mannhof und Eltersdorf waren zwei Fahrzeuge frontal zusammengestoßen, laut Alarmmeldung der Leitstelle Nürnberg mehrere Personen verletzt.

Zum Zeitpunkt des Eintreffens der Feuerwehr hatten bereits vier Personen die Fahrzeuge verlassen und wurden durch couragierte Ersthelfer sowie den Rettungsdienst versorgt.
Eine weitere Person war zum Zeitpunkt des Eintreffens der Feuerwehr im Fahrzeug eingeschlossen, wurde jedoch bereits durch den Rettungsdienst versorgt.
Aufgrund des Gesundheitszustandes ordnete der Notarzt eine sofortige Rettung des Patienten an. Mit hydraulischen Rettungsgerät wurde die Beifahrertüre entfernt und der Patient aus dem Fahrzeug gerettet.

Mit dem Schnellangriff des 1. HLF wurde parallel zur Rettung der Brandschutz sichergestellt. Die Batterien der beiden Fahrzeuge wurden abgeklemmt, auslaufende Betriebsstoffe abgebunden.

Verkehrsunfall mit zwei leicht Verletzten

Im Kreuzungsbereich von Ludwig-Quellen-Straße und Kurgartenstraße waren am Samstag, den 18.07.2020 kurz nach 17 Uhr bei einem missglückten Abbiegevorgang zwei Fahrzeuge frontal zusammen gestoßen. Die beiden Fahrer wurden dabei leicht verletzt, die jeweiligen Autos erheblich beschädigt. Die Berufsfeuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab. Beide Straßen mussten jeweils in Nürnberger Fahrtrichtung gesperrt werden. An beiden Fahrzeugen hatten die Airbags ausgelöst. Die Fahrer, die deshalb nur leichte Blessuren davon trugen, wurden vom Rettungsdienst betreut. Nachdem die Verkehrspolizei den Unfall aufgenommen und dokumentiert hatte, wurden die ausgelaufenen Betriebsstoffe mit Ölbindemittel abgebunden und aufgenommen. Die beiden PKWs mussten abgeschleppt werden und an der Unfallstelle wurden Ölspurwarnschilder aufgestellt.

Benzin aus Kesselwagen

Am Samstagnachmittag, den 18.07.2020 kurz nach halb zwei wurde die Berufsfeuerwehr in den Gleisbereich östlich des Fürther Hauptbahnhofs beordert. Auf Gleis 16 stand ein Güterzug mit unbefüllten Kesselwagons zur Abfahrt bereit. Jedoch hatte der Lokführer bei seiner Kontrolle bemerkt, dass aus einem Kesselwagen Benzin tropfte. Wie sich vor Ort heraus stellte, befand sich in einem Stutzen des ansonsten leeren Kesselwagens eine Restmenge Benzin von wenigen Litern.
Die Einsatzkräfte stellten den Brandschutz sicher und entleerten das Benzin in einen Edelstahlbehälter. Anschließend konnte der Zug seine Fahrt aufnehmen.
Die Gleise 12 bis 18 des Fürther Hauptbahnhofs waren während des Einsatzes für den Bahnverkehr gesperrt.

Entwarnung: Keine Blindgänger am Klinikum gefunden

Bild: Klinikum Fürth

Aufatmen in Fürth: Die im Zuge der routinemäßigen Bauuntersuchung geschürften Stellen auf dem Klinikumsgelände beherbergen keine Blindgänger. Truppführer Roland Möller konnte somit für die insgesamt acht überprüften Stellen Entwarnung geben.

Diese waren Luftaufnahmen von 1945 über dem Fürther Klinikum zufolge als auffällig eingestuft worden. Der – wenn auch unwahrscheinliche – Verdacht, es handele sich um Sprengmittel aus dem Zweiten Weltkrieg, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt und es ist somit keine Evakuierung erforderlich.