Präparierter Brief sorgt für größeren Einsatz

Am Vormittag des 19.05.2022 kam es beim Öffnen eines Briefes in einer Rechtsanwaltskanzlei im Fürther Stadtnorden zu einer Umsetzungsreaktion der darin befindlichen Stoffe. In der ersten Einsatzmeldung der Leitstelle wurde eine Verpuffung gemeldet.

Aufgrund der Einsatzmeldung und des Lagebildes vor Ort wurde zum Löschzug der Berufsfeuerwehr an der Einsatzstelle die Freiwillige Feuerwehr Fürth-Stadt und der ABC-Zug hinzu alarmiert, die nachalarmierten dienstfreien Kräfte der Berufsfeuerwehr besetzten zur Absicherung des Stadtgebietes die Feuerwache.

An der Einsatzstelle wurde der Gefahrenbereich abgesperrt, sowie die betroffenen Räumlichkeiten vom vorgehenden Trupp unter schwerem Atemschutz und Chemikalienschutzanzug abgesichert. Aus dem Gebäudekomplex wurden von zwei weiteren Trupps mit Spritzschutzkleidung insgesamt 30 Nutzer evakuiert und die Räume nach verbliebenen Personen und weiteren Gefahrenquellen durchsucht. Vier Mitarbeiter der Rechtsanwaltskanzlei wurden vorsorglich dekontaminiert, mit Einmalanzügen neu eingekleidet und dem Rettungsdienst übergeben. Nach ersten Erkenntnissen blieben sämtliche Mitarbeiter der Kanzlei und die übrigen Nutzer des Gebäudes unverletzt.

Von der technischen Sondergruppe der Polizei konnten in einer ersten Untersuchung an der Einsatzstelle keine Gefahrstoffe detektiert werden, von denen eine weitere Gefahr ausgehen könnte.

Die Hans-Vogel-Strasse war für die Dauer des Einsatzes bis 13.30 Uhr komplett gesperrt. Die Buslinie 39 musste in diesem Zeitraum umgeleitet werden.

Insgesamt waren 18 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr vor Ort im Einsatz, ergänzt um 21 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Fürth Stadt und des ABC-Zuges. Die Polizei war mit ca. 40 Einsatzkräften vor Ort, der Rettungsdienst mit ca. 30 Einsatzkräften.