Brand in Lagerhalle – Lithium-Ionen-Akkus brannten

Am Donnerstagmittag löste die Brandmeldeanlage einer Lagerhalle in der Fürther Karolinenstraße aus. Bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle konnte eine Rauchentwicklung im Bereich der gemeldeten Adresse wahrgenommen werden. Vor Ort konnte der Einsatzleiter einen Brand im Bereich eines Lagers für ausgediente Lithium-Ionen Akkus feststellen. Unmittelbar wurde über die Fahrzeugbesatzung der beiden Hilfeleistungslöschfahrzeuge ein Zangenangriff aufgebaut, um Löschmaßnahmen einleiten zu können.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Tatsache, dass es sich um brennende Lithium-Ionen Akkus handelt, wurde der ABC-Dienst für Messungen im Bereich der Einsatzstelle alarmiert. Zur weiteren Gebietsabsicherung wurden die dienstfreien Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr Fürth-Stadt zur Wache beordert.

Da in der Halle eine sehr große Menge an alten Akkus eingelagert waren, musste ein Großteil der gestapelten Paletten mittels zwei Flurförderfahrzeugen ins Freie verbracht werden. Dort wurden die mit Flammen und Hitze beaufschlagten Akkus in bereitgestellte Stahlcontainer verladen und mittels Spezialgranulat verfüllt.

Durch das Abdecken des Brandguts mit dem Blähglasgranulat wird der für die Flammen notwendige Sauerstoff verdrängt und vom Brennstoff getrennt. Das Spezialgranulat, welches bei einer Firma in Postbauer-Heng hergestellt wird, wurde durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Postbauer-Heng an die Einsatzstelle nach Fürth verbracht. Aufgrund der bereits gesammelten Erfahrung der Kameraden aus Postbauer-Heng unterstützten sie bei der „Einlagerung“ des betroffenen Materials.

Für die Anwohner des Bereichs bestand keine Gefahr. Die Karolinenstraße war für die gesamte Dauer des Einsatzes vollständig für den Verkehr gesperrt.

Erst in den Abendstunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Die Kräfte der Berufsfeuerwehr konnten die Einsatzstelle um 19.00 Uhr verlassen.

Wie es zu dem Brand kam, ist derzeit unbekannt.