Austritt von Kohlenstoffmonoxid

Eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses an der Würzburger Straße war am frühen Donnerstagabend, aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands ins Fürther Krankenhaus verbracht worden. Im Zuge der Untersuchung stellten die untersuchenden Ärzte einen erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Gehalt im Blut fest und verständigten die Integrierte Leitstelle.

Um 16:19 Uhr ging in der Feuerwache die Alarmmeldung „undefinierbarer Geruch“ ein. Aufgrund der Alarmmeldung rückte der Löschzug sowie der Gerätewagen-Umwelt zur Einsatzstelle aus.
Dort eingetroffen wurden unmittelbar Messungen im Haus durchgeführt. Die Messungen im Treppenhaus verliefen allesamt negativ. Erst nachdem die einzelnen Wohnungen geöffnet und kontrolliert wurden, konnten durch den mit Atemschutz ausgerüsteten Trupp erhöhte Kohlenmonoxid Werte gemessen werden. Schnell konnte die Ursache, ein Rückstau im Kamin einer Gastherme ausfindig gemacht werden.
Das Gebäude sowie die Wohneinheiten wurden durch die Feuerwehr abschnittsweise mit dem Elektrolüfter belüftet.

Die Würzburger Straße musste für die Dauer des Einsatzes stadteinwärts vollständig gesperrt werden. 15 Bewohner mussten das Haus verlassen und wurden vom Rettungsdienst untersucht. Zwei Personen wurden ins Krankenhaus verbracht.

Die Freiwillige Feuerwehr Fürth-Stadt übernahm für die Dauer des Einsatzes an der Würzburger Straße die Gebietsabsicherung.

Kohlenmonoxid ist vom Menschen kaum bemerkbar – Tödliche Gefahr

Kohlenstoffmonoxid, kurz Kohlenmonoxid (CO), ist ein gefährliches Atemgift, das man nicht sehen, riechen oder schmecken kann.
Betroffene bemerken nicht, wenn sie Kohlenmonoxid einatmen, denn es gibt keine typischen Symptome wie Husten oder Atemnot.
Darüber hinaus kann das Gas mühelos durch Wände oder Fußböden dringen, so dass es auch in Räumen auftritt, in denen sich keine potenzielle CO-Gefahrenquelle befindet. Alle Faktoren zusammengenommen machen CO so heimtückisch. Abhängig von der Konzentration in der Raumluft kann eine Kohlenmonoxidvergiftung zu erheblichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und zu massiven gesundheitlichen Spätfolgen bis hin zum Tod führen.

Kohlenmonoxid kann ausschließlich unter Verwendung eines CO-Messgerätes zuverlässig aufgespürt werden. Zum Schutz vor Kohlenmonoxid in den eigenen vier Wänden, in Wohnmobilen oder Booten ist die Installation eines CO-Melders empfehlenswert. Sie warnen bereits vor erreichen lebensgefährlicher Kohlenmonoxid-Konzentrationen und ermöglichen damit ein möglichst zeitnahes einleiten von Gegenmaßnahmen bzw. der Evakuierung des Gebäudes.

Beschwerden:

  • Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Verwirrtheit
  • Druck auf der Brust
  • Herzrasen
  • Übelkeit bis hin zu Erbrechen
  • Bewusstlosigkeit

Viele weitere Informationen gibts hier:
https://www.co-macht-ko.de/