APRIL! APRIL! – Fürther Feuerwehr führt W-Air-System ein

Mit Inbetriebnahme des neuen Gerätewagen-Atemschutz wurde auch das W-Air System für Atemschutzgeräte auf den Fahrzeugen der Feuerwehr Fürth verladen. Die neuen Geräte sollen herkömmliche Atemschutzgeräte in absehbarer Zeit ablösen.

Die W-Air Geräte bauen eine Air-Radio-Connection (zu deutsch Luft-Funk-Verbindung) zwischen Druckluftflasche und Atemmaske her.

Das System stammt ursprünglich aus der Raumfahrt und hat dort schon sehr gute Dienste geleistet. Da die Kosten für die Anschaffung mit knapp 20.000 € exorbitant hoch sind, wurden bisher nur die beiden Hilfeleistungslöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr ausgestattet.   

Die Besonderheit an den Geräten ist, dass die Schlauchverbindung zwischen Druckluftflasche und Lungenautomat künftig wegfällt und durch das W-Air System ersetzt wird. Die in der Druckluftflasche befindliche Frischluft wird mittels speziellen Hochdruckverfahren an die Atemmaske transportiert.

Im Innenangriff ist die Druckleitung meist störend und kann unter Umständen dazu führen, dass man an Gegenständen hängen bleibt und im schlimmsten Fall die Atemluft abgekappt wird.

Durch die entstandene Luft-Funk-Strecke wird der noch vorhandene Luftdruck des jeweiligen Atemschutzgerätes an die Atemschutzüberwachung gesendet. Durch die zusätzliche Funktion der Überwachung von außerhalb kann sich der Angriffstrupp voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren. Wird die Luft knapp werden sie von der Atemschutzüberwachung aufgefordert, die Arbeiten zu beenden und den Rückweg anzutreten. Für die kommenden Jahre hat man von Seiten der Feuerwehr bereits entsprechende Haushaltsmittel für die weitere Beschaffung vorgesehen.