Feuer in Entsorgungsfirma sorgte für Großeinsatz der Feuerwehr – Einsatzkräfte waren bis in den Montagmorgen mit den Löscharbeiten beschäftigt

brand_fuerthUm kurz vor 16 Uhr wurde am Sonntag die Berufsfeuerwehr Fürth zu einem gemeldeten Brand in die Hafenstraße alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine schwarze Rauchsäule wahrnehmbar, weshalb die Freiwillige Feuerwehr Unterfarrnbach mitalarmiert wurde. Nachdem bekannt war, dass sich der Einsatzort in einem Entsorgungs-Betrieb an der Hafenstraße befindet, wurde die Alarmierung des AB-Schaum der Berufsfeuerwehr Nürnberg veranlasst. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand bereits ein Teil des Abfalls im Außenbereich in Flammen und breiteten sich auf eine angrenzende Halle aus, in denen der Müll auf Förderbänder sortiert wird. Auch auf dem Gelände stehende Abfall-Container fingen Feuer. Welcher Müll sich darin befand, konnte aufgrund der starken Hitzeentwicklung nicht festgestellt werden.

Aufgrund der konkreten Lage veranlasste man einen „Vollalarm“ für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Fürth. Alle Freiwilligen Feuerwehren fuhren die Einsatzstelle in der Hafenstraße an, um ausreichend Wasser an die Einsatzstelle zu schaffen oder gegen die Flammen vorzugehen. Als Wasserversorgung diente der angrenzende Main-Donau-Kanal.

Das Hauptfeuer konnte von der Feuerwehr zügig gelöscht werden. Aufgrund der Tatsache, dass überwiegend Plastikmüll brannte, mussten die Müllhaufen mit Bagger und Radlader auseinandergezogen werden, um die Glutnester zu löschen.

Noch während der Löschmaßnahmen machte sich der Kriminaldauerdienst ein Bild von der Einsatzstelle, und leitete die ersten Brandermittlungen ein. Inzwischen hat die Fürther Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen.

Zahlreiche Hilfskräfte aus Fürth, Nürnberg und Erlangen – darunter 183 von den Feuerwehren, 35 vom BRK sowie von Polizei und THW – waren die ganze Nacht im Einsatz, um den Brand zu löschen. Auch im Laufe des Montags wurde die Brandstelle mehrmals auf eventuelle Glutnester kontrolliert.

Die Rauchsäule war kilometerweit sichtbar. In 30-minütigen Abständen wurden Durchsagen im Rundfunk durchgegeben, dass Anwohner im nördlichen Stadtgebiet und östlich des Main-Donau-Kanals vorsorglich Türen und Fenster geschlossen sowie einen Aufenthalt im Freien zu meiden. Kräfte des ABC-Dienstes fuhren mit speziellen Fahrzeugen in regelmäßigen Abständen Bereiche um die Einsatzstelle ab, um Messungen durchzuführen, ob eine Gefahr für die Bewohner aufgrund des Brandrauches vorliegt.

Mit dem Abschluss der Löscharbeiten vor Ort hat die Feuerwehr den Einsatz jedoch noch lange nicht abgehakt. Vermutlich bis zum Wochenende wird es dauern, bis das eingesetzte Material wieder gereinigt und vollständig einsatzbereit ist.

Während des Einsatzes wurden drei Feuerwehrleute leicht verletzt.

Nicht nur die Hitze macht den Einsatzkräften zu schaffen. Leider wurden die anrückenden Kräfte, die teilweise über die Mainstraße anfuhren, durch zahlreiche Gaffer behindert.