Schutzbau

Schutzräume sind abschließbare Sicherheitsbereiche innerhalb von Gebäuden. Schutzräume können schützen vor:
• thermischer Strahlung
• optische Strahlung (z.B. Netzhautschäden oder Hautverbrennungen)
• Brandeinwirkungen
• Splitterwirkung und Trümmerbelastung
• chemische und biologische Verunreinigung der Außenluft
• Rückstandsstrahlung
• radioaktive Anfangsstrahlung
• Luftstoß- und Luftsogwellen

Schutzräume sind je nach Bauart und Ausstattung für eine kurzfristige Unterbringung von mehreren Stunden bis ca. 2 Wochen oder teilweise länger geeignet. Die maximale Personenzahl kann nach Größe des Schutzraumes von 1 bis 3.000 Personen oder mehr betragen.

Während des 2. Weltkrieges und des Kalten Krieges wurden Schutzräume ein hoher Stellenwert als Bestandteil des aktiven Katastrophenschutzes eingeräumt. In der heutigen Zeit und bei einer schwerpunktmäßig veränderten globalen Sicherheitslage sind Schutzbauten zum Zwecke des Schutzes der Bevölkerung nicht mehr dienlich.

Die Stadt Fürth hätte im Bedarfsfall etwa für 10 % der Bevölkerung einen „Bunkerplatz“ zur Verfügung stellen können. Im Vergleich zu anderen großen Städten war das ein sehr hoher Prozentsatz. In den Schutzbauten standen bzw. stehen teilweise auch jetzt noch grundlegende medizinische Einrichtungen und Ausrüstungen, sowie Nahrungsmittel, Schlafplätze, Sanitäranlagen und Kommunikationsmittel zur Verfügung.

Das bayerische Staatsministerium des Innern hat im Juni 2007 entschieden, dass ein Großteil der Schutzräume in Bayern aufgelöst werden. Als Begründung wurde genannt, dass die hohen Unterhaltskosten nicht im Verhältnis mit dem verfolgten Ziel im Bedarfsfall stehen.