01.05.2010 – Jugendübung BF-Tag 2010

Am Maifeiertag wurde die Jugendfeuerwehr des 3. Löschzuges, bestehend aus den Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehren Fürberg, Unterfarrnbach und Burgfarrnbach, nicht von der Arbeit verschont. Denn sie durften 24 Stunden lang – für die Dauer eines Dienstes bei der Berufsfeuerwehr – erfahren, wie ein Alltag von hauptamtlichen Feuerwehrleuten aussehen kann. Dabei wurde für die Jugendlichen ein Tag in der BF möglichst realitätsnah nachgestellt.
Morgens um 8 Uhr ging es los mit dem gemeinsamen Treffen am Gerätehaus in Burgfarrnbach mit anschließender Begrüßung. Kaum angekommen folgte für die Jugendlichen schon der erste Einsatz. Gemeldet wurde ein umgestürzter Baum auf Fahrbahn. Daraufhin fuhren die Einheiten, unterstützt durch die das BRK, welches auch an dem Aktionstag teilnahm, zur Einsatzstelle. Nach erster Erkundung bot sich folgende Lage: mehrere kleinere Bäume sind umgestürzt und haben dabei einen Passanten verletzt. Der Rettungsdienst versorgte sofort den Patienten, während die Feuerwehr sich um die Rettung per Trage und das Freischneiden des Rettungsweges kümmerte.
Nachdem der Patient ohne Zwischenfälle zum Rettungswagen gebracht wurde und die Fahrbahn wieder frei von Bäumen und Ästen war, wurde der Einsatz kurz besprochen. Doch viel Zeit blieb nicht, da der nächste Alarm schon anstand:
Auslösung einer Brandmeldeanlage in einer ortsansässigen Spielwarenfabrik.
Nach kurzer Erkundung durch den Zugführer konnte festgestellt werden, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Der Löschzug konnte somit wieder einrücken. Doch als die Einheiten gerade zurück am Gerätehaus waren, kam schon der nächste Brandmelderalarm. Diesmal handelte es sich um das Schulgebäude; schnell stellte sich wiederum heraus, dass ein Fehlalarm eingegangen war. Nun durften sich die jugendlichen Einsatzkräfte beim Mittagessen und bei einer Pause ein wenig erholen, bis sie zum nächsten Einsatz mit der Meldung Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person unter PKW gerufen wurden. Beim Eintreffen der Hilfskräfte befanden sich zwei verletzte Personen in und eine eingeklemmte Person unter dem Fahrzeug. Durch BRK und Feuerwehr wurden die beiden Insassen betreut und versorgt, während in der Zwischenzeit die eingeklemmte Person mittels Hebekissen unter dem Fahrzeug befreit und ebenfalls durch den Rettungsdienst versorgt wurde. Anschließend meldeten Passanten, dass sich unbekannte Kanister am Kanalufer befänden, welche von der Feuerwehr geborgen werden sollen. Daraufhin fuhren die Rettungskräfte einschließlich des Feuerwehr-Bootes zum Sportboothafen, ließen das Boot zu Wasser und bargen die Kanister. Als die Fahrzeuge und das Boot wieder Einsatzbereit waren, wurde die Feuerwehr wegen eines Müllcontainerbrandes zum Burgfarrnbacher Sportgelände gerufen. Der Einsatz war in kürzester Zeit erledigt, da es sich nur um zwei in Brand geratene Mülleimer handelte. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde gemeldet, dass in der Kaserne Atzenhof ein Wohnblock in Flammen stünde. Der Löschzug fuhr die Einsatzstelle an und fand mehrere brennende Gegenstände vor einem Wohnblock vor. Die Jugendlichen bereiteten nun einen Löschangriff vor und löschten anschließend den Brand ab.
Nach einer kurzen Erholungspause wurden die Einsatzkräfte zur Suche einer vermissten Person im angrenzenden Wald gerufen. Nach knapp eineinhalb Stunden wurden gleich zwei vermisste Personen gefunden. Nach Rücksprache mit der zuständigen Stelle stellte sich heraus, dass zufälligerweise im Rahmen der Suche eine anderweitig vermisste Person aufgegriffen wurde. Trotz ihres Engagements und ihrer Leistungsbereitschaft freuten sich die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr, dass nun die Übung beendet war und sie sich bis zum Ende der Aktion am nächsten Morgen ausruhen durften. Der Stress eines Berufsfeuerwehrtages ist schließlich nicht zu unterschätzen. Trotz des anstrengenden Tages kamen die Übungen bei den Jugendlichen sehr gut an. Sie freuen sich schon auf das nächste Mal.
Die Organisatoren des Aktionstages möchte sich an dieser Stelle beim BRK herzlich bedanken, das die Arbeiten durch die Bereitstellung eines Fahrzeuges und Personals absicherte und zusammen mit der Feuerwehr die „Verletzten“ versorgte.