Unwettereinsatz forderte alle Feuerwehren im Stadtgebiet Fürth

Unwetter


Wenige Minuten eines Unwetters reichten aus um die Feuerwehren der Stadt Fürth mit Unterstützung der Feuerwehr Nürnberg die halbe Nacht zu beschäftigen.
Nach heftigen Regenfällen mit Hagelschauern und Sturmböen hatte die Einsatz-Serie begonnen mit einem gemeldeten Zelteinsturz mit mehreren eingeklemmten Personen in der Unterfürberger Straße. Bei Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass nur eine Person verletzt war und diese vom bereits eingetroffenen Rettungsdienst versorgt wurde.
Es folgten zahlreiche Einsätze mit voll Wasser gelaufenen Kellern, umgestürzten Bäumen, herab zu fallen drohenden Ästen sowie Beschädigung von Dächern.

Da im ILS-Bereich Nürnberg innerhalb kürzester Zeit viele Notrufe eingingen, wurde für die zwölf Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Fürth Vollalarm ausgelöst. Zudem wurden die dienstfreien Kräfte der Berufsfeuerwehr zur Verstärkung alarmiert. Doch die eingesetzten Kräfte reichten nicht aus, die Lage in angemessener Zeit zu bewältigen, so dass von der Feuerwehr Nürnberg Unterstützung angefordert wurde. Glücklicherweise war das Stadtgebiet Nürnberg wenig vom Unwetter betroffen, so dass überörtlich Hilfe geleistet werden konnte. Auch das THW Fürth wurde alarmiert.

Die Feuerwehren der Stadt Fürth waren mit 24 Fahrzeugen, die Feuerwehren der Stadt Nürnberg mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Zusätzlich waren zeitgleich zwei Drehleitern der Berufsfeuerwehr Fürth und fünf Drehleitern der Berufsfeuerwehr Nürnberg eingesetzt. Das THW Fürth war mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.
Insgesamt konnten durch das massive Aufgebot bis 23:00 Uhr, etwa fünf Stunden nach der Erstalarmierung, über 200 Einsätze abgearbeitet werden.

Spektakulär dabei war u.a. ein Mauereinsturz in Burgfarrnbach in den Farrnbach, umgestürzte Wohnwägen bei einem Caravan-Händler, eine von einem Frachtschiff davon geflogene tonnenschwere Laderaumabdeckung sowie das Abdecken eines Daches eines Lebensmittel-Discounters. Auch die Bahnlinie Richtung Bamberg war betroffen. Zahlreiche umgestürzte Bäume hatten den Oberleitungsdraht abgerissen und die Gleise blockiert. Eine Meldung über zwei auf der Strecke liegengebliebenen ICEs entpuppte sich glücklicherweise als Falschmeldung.

Das BRK Fürth hatte die Versorgung der Einsatzkräfte im Katastrophenschutz Zentrum übernommen.

Die Abarbeitung aller Einsätze dauerte bis Samstag am späten Nachmittag an.

Bericht mit Bilderserien bei den Fürther Nachrichten (ext. Link)